„Herrenberg bleibt bunt“: Pressemitteilung zu wachsendem Antisemitismus in Deutschland vor dem Hintergrund des aktuellen Nahostkonflikts

Die Antirassismus-Initiative „Herrenberg bleibt bunt“ verurteilt scharf jede Form von Antisemitismus, wie er im Zusammenhang mit den aktuellen politischen Ereignissen im Nahen Osten zu beobachten ist. „Unser Bündnis setzt sich für Toleranz gegenüber allen Religionen sowie ein friedliches Zusammenleben aller Ethnien, Kulturen und Religionen ein; ganz speziell in unserem Landkreis, dessen Wohlstand und Lebensqualität es ohne ein Miteinander unterschiedlicher Bürger*innen nicht gäbe“, heißt es in einer von Frank Däuber, Martin Hering, Maya Wulz und Hubert Wyrich unterzeichneten Pressemitteilung des Bündnisses.

Der Nahostkonflikt stelle derzeit einer der kompliziertesten politischen Auseinandersetzungen in der Welt dar, so die Initiative. Keine der beiden Seiten, Palästinenser wie Israelis, seien in der fast schon kriegerisch zu nennenden aktuellen Gewaltspirale ohne Schuld. Daher greife die Schuldzuweisung ausschließlich an nur eine der beiden Konfliktparteien zu kurz. Weiter heißt es in dem Papier, dass  dumpfer, reflexartiger Antisemitismus in Deutschland keinen Raum bekommen dürfe. “ Es ist traurig, dass Witze über den Holocaust im Internet kursieren sowie Angriffe auf Synagogen und Bürger jüdischen Glaubens sowohl von rechtsnationaler als auch arabisch-islamischer Seite die Nachrichten prägen.

Die Kultur des Erinnerns und Gedenkens an die Verbrechen der NS-Diktatur in Deutschland sind leider nicht überflüssig und überholt, sondern wichtiger denn je. Es entspricht dem Grundverständnis von ‚Herrenberg bleibt bunt‘, in dieser Situation deutlich Flagge zu zeigen.“

Quelle: www.herrenberg-bleibt-bunt.de

 

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